Was gehört zur Wohnfläche nach WoflV, DIN 277 und GIV und was nicht

Nachdem wir Ihnen die einzelnen Verfahren bereits vorgestellt haben, möchten wir Ihnen nun einen direkten Vergleich der verschiedenen Verfahren bieten. So können Sie auf einen Blick erkennen, welche Flächen von welchem Verfahren erfasst oder ignoriert werden. Ein nicht unerheblicher Faktor bei der Wohnflächenberechnung, sodass Sie sich effizient für das passende Verfahren entscheiden können.

DIN 277 als reines Grundlagen-Element

Zunächst einmal gilt es klarzustellen, dass die DIN 277 nicht zur Wohnflächenberechnung herangezogen werden kann. Denn diese DIN-Norm dient einer reinen Flächen- beziehungsweise Raumberechnung ohne Berücksichtigung verschiedener Eigenschaften, welche in Teilen im Wohn- und Mietrecht definiert sind. Wenn Sie uns beispielsweise mit dem Aufmaß beauftragen und wir somit die einzelnen Flächen und Räume ermitteln, so sind dies zunächst reine Daten und eine Berechnungsgrundlage. Allerdings können Sie nun entweder die Wohnflächenberechnung nach GIF nutzen oder entsprechend der Wohnflächenverordnung (WOflV) die Wohnflächenberechnung durchführen. Das reine Aufmaß durch uns bietet Ihnen nur die entsprechenden Datensätze, über welche Sie die Berechnungen durchführen können. Durch die DIN 277 wird einzig und allein eine Typisierung der einzelnen Flächen vorgenommen, sodass diese nur einen indirekten Einfluss auf die Berechnungen hat.

Das sind die Unterschiede zwischen WoflV und GIF

Im öffentlich geförderten Wohnungsbau gilt seit 2004 die Wohnflächenverordnung als verbindlich. Bei frei finanzierten Wohnräumen gilt allerdings zunächst einmal die im Mietvertrag festgelegte Form der Flächenberechnung. Und die Wohnflächenberechnung nach GIF oder nach WoflV kann erhebliche Unterschiede aufweisen. Besonders strittige beziehungsweise problematische Punkte sind hierbei vor allem Balkone und Dachschrägen. Aber auch offene Treppen können aufgrund der unterschiedlichen Regelungen schnell zu einem Problem werden.

Balkone in WoflV und nach GIF

Entsprechend der Wohnflächenverordnung gelten Balkone nur zu 25 Prozent zur Wohnfläche und dürfen somit nur zu einem geringen Teil berechnet werden. Bei der Wohnflächenberechnung nach GIF steht allerdings die DIN 277 als Grundlage, sodass grundsätzlich erst einmal nur die Nutzfläche ermittelt wird. Hier zählt der Balkon aufgrund seiner alleinigen Nutzbarkeit durch den Mieter zu 100 Prozent zur Nutzfläche. Sie sehen, dass bei entsprechend großen Balkonen die Wohnfläche und somit die Höhe der Miete deutlich beeinflusst werden kann. Einzig bei beheizbaren Wintergärten gibt es keinen Unterschied. Denn diese werden auch laut WoflV vollständig in die Wohnflächenberechnung einbezogen, sofern sie beheizt und umschlossen sind.

Dachschrägen und Dachböden

Auch hier ist die Wohnflächenberechnung anhand der WoflV denkbar einfach. Erst ab einer lichten Höhe von 2 Metern gelten Flächen als zu 100 Prozent anrechenbar. Bei einer lichten Höhe zwischen einem und zwei Metern werden die Flächen nur zu 50 Prozent berechnet. Alle Raumflächen, deren lichten Höhen unterhalb der Grenze von einem Meter liegt dürfen nicht zur Wohnfläche herangezogen werden. Die Wohnflächenberechnung nach GIF arbeitet hier anders. Hier werden die Flächen in lichte Höhen unter 150 und über 150 Zentimetern unterteilt. Alle Raumflächen mit einer lichten Höhe von über 150 Zentimetern werden zu 100 Prozent angerechnet. Raumflächen mit einer geringeren lichten Höhe fallen hingegen bei der Berechnung aus. Dies vereinfacht die Berechnung von Dachschrägen und Dachböden deutlich, kann aber bei der Berechnung der tatsächlichen Wohnfläche einen erheblichen Unterschied ausmachen.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie ein umfassendes Aufmaß oder eine entsprechende Wohnflächenberechnung wünschen. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite.

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